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Fourrunners and Friends
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Sport-Gedichte

 

Sport-Gedichte-Direktanwahl
Titel Verfasser Datum
Bewegung Freude Freunde © John Stackmann 05.07.2013
noch 3 Kilometer © John Stackmann 15.07.2013
lucky man © John Stackmann  
Vor dem Marathonziel © John Stackmann 11.02.2013
Die guten Geister © John Stackmann 11.10.2012
reinhören © John Stackmann 21.07.2012
100. Marathon © John Stackmann 20.05.2012
99 Marathons © John Stackmann 01.01.2012
Brocken-Marathon © John Stackmann 08.10.2011
Seiser Alm running © John Stackmann 09.09.2011
Marathon im Königswinkel © John Stackmann 24.07.2011
Mitternachts-Marathon © John Stackmann 15.05.2004
Obermain - kann Marathon denn schöner sein? © John Stackmann 12.04.2011
Nachtspaziergang © John Stackmann 05.11.2006
Marathon in Menschenmassen © John Stackmann 26.10.2010
Mein wertvolles Knie © John Stackmann 07.09.2005
"raus,raus" © John Stackmann
Wintertanz © John Stackmann 27.12.2010
run with fun © John Stackmann 17.11.2010
Rasender Rudi © John Stackmann 20.11.1986
Golden Fourrunner © John Stackmann 20.01.2011
Marathon und Begeisterung © John Stackmann  
 

 

Bewegung Freude Freunde

(eine überarbeitete Version von Bewegungsfreude)

by John Stackmann (© John Stackmann), 05.07.2013


raus aus dem bequemen Sessel
lasse zurück jedwede Fessel
streife die Trägheit des Abends ab
nach draußen - da ist niemand um diese Zeit -
zieht mich die Freude, denn ich bin soweit
immer schneller und geschmeidig in leichtem Trab
gleite ich in die belebende Frische der Nacht
in die Stille, die entfernte Geräusche so fein gemacht
vom Sternenhimmel erhellt ist die vertraute weiche Spur
Glühwürmchen begleiten mich und der Duft der Natur
allein für mich fühle und träume ich hier
ich bin wieder eins mit mir

Zigtausende, die gemeinsam starten
Köpfe, die tanzend auf und ab schwingen
wie Meereswellen, die vorwärts rollen
Vorfreude, die uns alle begleitet
Freunde, die sich gegenseitig ziehen
mein Rhythmus, den ich finden muss
Anstrengung, die ich annehme
Schritt, den ich beibehalte – nur nach vorne!
jetzt alleine, am Windschatten vorbei
ich will – Kilometer um Kilometer
nicht nachlassen – nur im Tempo bleiben
Applaus, der mich antreibt
Adrenalin, das mich anpeitscht
Endorphine, die mich berauschen
Schmerzen, die ich verdränge, nicht mehr spüre
der Kraft vertrauend, die ich jetzt ausspiele,
um über den Asphalt zu schweben
so federleicht, als würde ich ihn kaum berühren
so schnell, dass ich euch laufend überhole
so zufrieden, dass es mich trägt zum Marathon-Ziel,
glückselig, denn das gibt ja so viel
Anspannung, die sich jetzt schlagartig löst
nachempfinden das erlebte Glücksgefühl
ausgetauscht mit Freunden, auch mit dir
vielleicht bei einem kühlen Glas Bier
unter Tausenden fühle ich hier
ich bin wieder eins mit mir

Anstrengung, von der ich mich zu erholen hab
Erinnerungen, die mich begleiten beim leichten Trab
mit einem glücklichen Lächeln nachhause
und gönne mir erst dort eine Pause …

 

noch 3 Kilometer!

by John Stackmann (© John Stackmann), 15.07.2013

noch 3 Kilometer! Es ist heiß und ich bin schweißnass. Kaum ein Lüftchen, kein Schatten, keine Kraft, kein Saft. Blütenstaubwölkchen schweben durch die Luft. Hab ich schon alles rausgehauen? Mühsam bleibe ich im Rhythmus, aber ich bleibe im Rhythmus. Nur nicht nachlassen! Die Schritte deutlich kürzer und deutlich hörbar. Mühsam, Knie um Knie hoch, Schritt um Schritt im Takt nach vorne. Nur locker bleiben. Ich muss die 1:xx h doch endlich wieder mal knacken! Hab‘ ich das Kilometerschild übersehen? Die Zeit ist doch schon vorbei – oder? Auch die Zeit zum Träumen trotz der Blütenstaubwölkchen. Wie weit denn noch? Es ist, als ginge es kaum vorwärts.

noch 3 Kilometer! ruft der Streckenposten kurz vor der Straßenecke. Also nochmal los, Ideallinie. Fuß nach oben schwingen, auf den Gehsteig, Ecke abschneiden mit kleineren Schritten und aus der Kurve raus beschleunigen. Der dornige Heckenzweig streift an meinem Arm entlang und hinterlässt eine rote Spur. Und wieder runter vom Gehsteig. 30 m vielleicht sind die Zwei vor mir. Nur 30 m! Aber ich komme nicht näher, so sehr ich mich auch anstrenge, so sehr ich mich strecke. Der Abstand bleibt, als wären wir mit einer Stange fest verbunden. Die müssten doch eigentlich genauso fertig sein wie ich! Oder?

noch 3 Kilometer! Was kann ich noch machen, um doch näher zu kommen? Meinen ruhigen Atemrhythmus ändern? Zwei Schritte ein – zwei Schritte aus. Noch ruhig, bis jetzt! Also gut ich versuch‘s, kurz mal Luft tanken und hyperventilieren: 1 Schritt tief ausatmen – 1 Schritt tief einatmen! Mund weit aufgerissen, fünf Schritte lang rausgedrückt und reingesaugt. Aber nichts zu spüren. Wirkt wohl erst später. Klar, dass der Hals jetzt leicht kratzt. Und diese Stange ist noch genauso lang. Muss ihn runterspülen oder muss ich ihn schlucken, meinen Kloß. Die Kröte. Die Kröte mit Kloß.

noch 3 Kilometer! Da, die letzte Verpflegung an der anderen Straßenseite. Soll ich noch was nehmen und was? Oder durchlaufen. Dann komme ich vielleicht näher ran. Vielleicht nochmal ISO, in Schlückchen geschlürft aus einem zusammengeknickten Plastikbecher. Um mich nochmal zu puschen. Vielleicht ‘nen Becher übern Kopf. Aber die, die nehmen nichts – unglaublich – von Stehenbleiben ganz zu schweigen. Rennen einfach innen vorbei. Und Keiner rührt sich am Tisch. Keiner will was nehmen – Keiner will was geben. Die sind halt fertig. Alle sind fertig! Läufer, Becher und Helfer. Bei der Hitze! Und Keiner will nachgeben!

noch 3 Kilometer! Weiß auf schwarz. Da ist gleich das Schild. Ich drücke die Uhr ab. Das gibt’s doch nicht. Ist doch viel zu spät. Wie üblich, keine metergenaue Position. Gut, die Steigung gerade eben. Gut, die paar Ecken. Gut, die Hitze. Und die Müdigkeit. Aber die Zeit. Die läuft mir davon. Ich schaff’s gar nicht mehr unter … und das geht ja immer noch hoch. Vielleicht nachher, der Feldweg runter zum Stadion. Mit Endspurt auf der Tartanbahn … „Glaube einfach dran, nie die Hoffnung aufgeben!“ haucht mir mein guter Geist zu und „Du bist stark!“ Durchs Stadttor ziehe ich noch mal an.

noch 3 Kilometer! Auch das noch. Wieder die Hüfte, es sticht rechts. Ich höre gut rein. Mein Bein knickt leicht ein. Sofort antwortet der Gesäßmuskel. Ein Ischialgie-Stoß. Gleich drücke ich die abgeknickten rechten Zeige- und Ringfinger rein und sacke nochmal leicht durch. Wieder Zeit verloren! Doch dann läuft’s wieder. Ich kann eigentlich froh sein, dass es noch so gut läuft bei mir. Aber, muss ich denn? Vielleicht lieber locker auslaufen und Schluss mit der Quälerei. Das war genau mein Plan: 3 km ein – Wettkampftempo – 3 km aus. Nein, nein, jetzt erst recht!

noch 3 Kilometer! Da eine Fangruppe vor mir. Sie klatschen. Ach tut das gut! Mein Daumen zeigt hoch. „Als hättet ihr gerade auf mich gewartet!“ Das Klatschen wird gleich lauter, die Anfeuerungen, die Trillerpfeifen. Längere Schritte, na geht doch. Etwas Schwung. Und da, meine Maus lacht mich an. Ihre Hände sind vorne oben, sie umklammern ihren I-Pod, Fotoposition. Aber die werden meistens unscharf und der Schwung ist auch bald vorbei als ich vorbei bin. Doch kein Saft mehr?

noch 3 Kilometer! Ich glaub’s ja nicht, was da weiter vorne steht. Ich wische mir den Schweiß mit dem Ärmelzipfel des Funktionsshirts aus den Augen, aber es brennt gleich noch mehr. „Noch 3 km“ hämmert es in meinem Kopf und „Die Entdeckung der Langsamkeit“. Mir ist, als käme ich gar nicht mehr von der Stelle. War das jetzt alles umsonst? Lauf ich denn im Kreis? Die verfluchten drei Kilometer werden ja gar nicht weniger. Jetzt reicht’s! Wut steigt hoch. Nackte Wut! Vergessen sind Hüfte und Durst, Hitze und Müdigkeit. Ich spurte auf das Schild zu und … Ah, nur noch 2 Kilometer. Na die Zielzeit schaffe ich doch spielend! Oder?

 

lucky man

Johns Version von "lucky man" im Walzertakt. Umgeschrieben angesichts des weit verbreiteten Dopings im Spitzensport.

 

He had golden sport shoes
and always the best score.
All the sports reporters
already waiting by his door

Many pennants and cups
mounted above his bed.
He always came out on top.
Many gold medals he had.

He came, saw and won
for his country and his king.
Of his honor and his glory
the people would sing.

Convicted of drug abuse,
he confessed and he cried.
Lost sponsors and his money,
so honor and glory died.

 

Due to excessive abuse
many amateurs have died
his image misled them

facing nothingness people cried

refrain

Ooooh, what a lucky man he was
Ooooh, what a lucky man he was

 

by John Stackmann

He had white horses
And ladies by the score
All dressed in satin
And waiting by the door

White lace and feathers
They made up his bed
A gold covered mattress
On which he was led

He went to fight wars
For his country and his king
Of his honor and his glory
The people would sing

A bullet had found him
His blood ran as he cried
No money could save him
So he laid down and he died

refrain

Ooooh, what a lucky man he was
Ooooh, what a lucky man he was

 

Original by
Emerson, Lake & Palmer

Er besaß weiße Pferde

und massenweise Frauen

alle in Seidenkleidern

und sie warteten an der Türe

 

Mit weiße Spitze und Federn

haben sie sein Bett bereitet

mit Gold überzogene Matratze,

auf die er gelegt wurde

 

Er ging, um im Krieg zu kämpfen

für sein Land und seinen König

von seiner Ehre und seinem Ruhm

würde das Volk wohl singen

 

(Aber) Eine Kugel hat ihn erwischt

sein Blut floss, als er weinte

kein Geld konnte ihn retten

also legte er sich hin und starb

 

Refrain

Oooh, welch glücklicher Mann er war

Oooh, welch glücklicher Mann er war

 

 

Vor dem Marathonziel

by John Stackmann (© John Stackmann), 11.02.2013

Bei km 40

Nichts spüren als Schmerzen.
Nichts wollen als ankommen.
Nichts begehren als Erfolg.

Nichts fühlen als Euphorie.
Zwischen zwei Pulsschlägen sicher sein:

Ich werde es schaffen!

Die guten Geister

by John Stackmann (© John Stackmann), 11.10.2012

 

ja, es gibt sie noch die guten Geister

die laufend für mich da sind

mir Wohlgefühl und Sicherheit geben

mir den Weg gut ausleuchten

mich verlässlich unterstützen

meine Kraft und Ausdauer stärken

mich umsorgen und betreuen

mich anregen, anfeuern und begleiten

und mich über mich hinaus wachsen lassen

 

es gibt sie noch die guten Geister, die

mich ansehen und verstehen

mit mir Ziele verwirklichen

mein positives Denken stärken

meine Visionen mit mir umsetzen

mir Fehler verzeihen und korrigieren

mit mir Werte schaffen

meinen Einsatz anerkennen

und mich leuchten lassen

 

es gibt sie wirklich, die guten Geister

ja, jetzt kann auch ich sie sehen

sie schwärmen umher - bisweilen unscheinbar

und plötzlich sind sie da

- ganz unerwartet -

bringen sie mir Glück und verbreiten Freude

wovon ich jetzt ganz und gar erfüllt bin und

wovon ich so lange geträumt habe 

genauso wie sie selbst

 

von John Stackmann für M.E.F.I.B., 11-10-12

100. Marathon

by John Stackmann (© John Stackmann), 20.05.2012

Beim Jubiläum – so ist mir klar

wird es langsamer als letztes Jahr

Trainingsaufwand ist nur noch klein

mag nicht, dass es zwickt im Bein

lieber lang/samer laufen und gesund

als verletzt oder (am Bauch) gar rund

will ich lange noch so eilen

muss ich mir die Kraft einteilen

 

Ganz aufgeregt bin ich Jubelwicht

das vermeiden kann ich nicht

lass mich verwöhnen vor dem Start

von meiner Kleinen lieb und zart

mein hundertster, so schwelge ich

manch einer auch beglückwünscht mich

kurz aufgewärmt und im Feld drin

ein Handkuss noch – schon läuft’s dahin

 

Wohlfühlen, nicht verführen lassen, ruhig los!

wo ist der Schwung von früher bloß?

nach Kloster Banz hoch: (nur) kleine Schritte,

nicht vorne laufen – besser in der Mitte!

denn „Kleinvieh macht auch Mist“

vor allem, wenn Du älter bist

die Hälfte ist bald schon geschafft

und ich spür‘ in mir noch viel Kraft …

 

Also los – im kühlen Gottesgarten

kann und will ich nicht länger warten

Gas geben, einsammeln, schnell vorbei

entwickelt sich so zum “runners high“

und am Ende doch kurze Schritte, aber kaum Schmerz

gekonnt gekämpft „nur noch mit Kopf und Herz“

ich fühle mich saugut – war’s das schon?

Medaille und Glaskrug sind mein erster Lohn

 

Dusche, Chill-out und geplauscht

Erfahrungen und Gefühle ausgetauscht

dann das Ergebnis: doch nur AK-Platz vier

aber die Enttäuschung schenk‘ ich mir

ich resümiere, mache die Augen zu

was war bei diesem Jubelmarathon der Clou?

die Freude: ich hab‘s gekonnt, ohne es zu wissen

dachte "langsamer" erst lernen zu müssen!

 

reinhören

 by John Stackmann (© John Stackmann), 21.07.2012

 

hört der Körper auf

nach dem harten Lauf

seine Kraft zu zeigen

willst du dann noch mehr

übertreibe nicht zu sehr

mache lieber dir zu eigen

reinzuhören, klug und tief

was der Körper dir zurief

 

wenn er zwickt, gib acht

der Verletzung zu entrinnen

schone ihn und sei bedacht

um bald wieder zu beginnen

kleine Pause nimmt in Kauf

wer fit sein will

beim nächsten Lauf

höre rein – genieße still

 

99 Marathons

by John Stackmann (© John Stackmann), 01.01.2012

Leidenschaft in herrlicher Natur oder vielleicht doch in einer Stadt ?
Der 100. Lauf über die Königsdisziplin Marathon
steht mir unmittelbar bevor und lockt mich bestimmt wieder an den Start …
(nachempfunden Nenas Song “99 Luftballons“:)

      

die 99 „Marathons“

waren wie bunte Luftballons

prall und schön, doch sie sind vorbei

wünsch’ mir, dass es bald soweit sei,

den 100sten auch anzugehn,

kann’s schon in meinen Träumen sehn …

 

wie beim 99. Lauf

als es ging den Brocken hinauf

bin zurzeit gar nicht gut drauf

doch dieser Wunsch der hört nicht auf

trotz Alter fühl’ ich noch die Kraft

trotz ’Ach und Weh’ die Leidenschaft …

 

99 mal im Gleichgewicht

mit Freude trotz ernstem Gesicht

wie nur wird es weitergeh’n?

bin sicher, es wird wunderschön!

bei jedem Schritt im Rhythmus fein

wird eines meiner Ziele sein …

 

die 99 waren fast schon

der Läufermühe „ganzer Lohn“

100 auch nur Zwischenstation

nein, ich kann gewiss nicht klagen

soweit mich meine Füße tragen

solang ich lebe will ich’s wagen …

 

Ob in Städte oder in herrliche Landschaften,
die großen Läufe der Königsdisziplin Marathon
locken im Herbst die Langstreckenspezialisten an den Start:

      

An den Kultlauf eine Ode

im Harz-Gebirge zu Wernigerode

ein Läufer-Muss – jetzt oder später

hat über 1100 Höhenmeter

dieser schwere Marathon-Lauf

über Ilsenburg zum Brocken hinauf

Kann es mit Haferschleim gelingen,

den großen Brocken zu bezwingen?

 

Ab Herrmannsklippe wird es steil

den Grenzweg geht man(cher) – trotz der Eil’

Auf der Teufelskanzel oben

kann ein gar grauslich’ Wetter toben

von Brockenhexen angefacht

während ‚unten’ die Sonne lacht

Mit Haferschleim auf Hexenzungen

wird dort das Brockenlied gesungen!

 

Jetzt nur (noch) hinunter, so wird gedacht

mal sanft, mal steil läuft man hinab

kommt langsam nur in seinen Trab

doch es ist lange nicht vollbracht!

Denn gegen Ende geht der Lauf

an Ottofelsen und Wodansklippe gar bergauf.

Mit Haferschleim und Herz gerungen

so wird der Brocken nur bezwungen!

 

Über Wiesen, aber auch steil hinab zum Ziel

- für die Gelenke fast schon zuviel -

endlich, die Himmelspforte „geht auf“

zu Ende ist (dann) der schwere Lauf

viel Mühe nahm man doch in Kauf

beim Marathon zum Brocken hinauf

Mit Haferschleim – ob Hexenzungen

sei stolz, der Brocken ist bezwungen!

by John Stackmann (© John Stackmann), Wernigerode,08.10.2011

 

     Seiser Alm running

by John Stackmann (© John Stackmann), 09.09.2011

    

 

Ob in den Bergen oder am Meer

es muss ein Trainingslager her

Sommer, Sonne, himmelblau

auf Schlerns Silhouett’ ich schau

die fällt ab am Rand ganz schroff

im Blut fehlt es (noch) an Sauerstoff,
der ausgeglichen werden muss;

dann erst kommt ein Leistungsplus

 

Seiser Alm und running park

Höhenlage, mach’ mich stark!

 

 

Geht lang und hoch der “Tergat-Track“

Höhenmüdigkeit ist endlich weg!

2. langer Lauf Compatsch – Piz

diesmal nicht wieder hoch zur Spitz’

und beim dritten langen Lauf

Richtung Tierser Alpl rauf

bis kurz vor den Steig Rosszähne

bei jedem Schritt wippt meine Mähne

 

Seiser Alm und running park

auch in der Höhe fühl’ ich mich stark!

 

 

Springe hoch ganz locker-schnell

Sattler Schwaige heißt die Stell’

pfeifender Beifall tost hier auf

winke huldvoll beim Runter-Lauf

dreh mich – doch seh’ niemand hier

denn es pfiff … das Murmeltier!

Ich spüre jetzt, es ist soweit:

bin für den Marathon bereit.

 

Seiser Alm und running park

dank Höhenlage bin ich stark!

 

Marathon im Königswinkel
by John Stackmann (© John Stackmann), 24.07.11

Aus jedem Winkel des Tals sind sie zu sehen
Epochal-Mo(nu)mente, die "nie vergehen"

Königsschlösser - besucht international -

unter kaltem Nebel bergseitens am Tal

von der Juliwärme träume ich bloß

was ist heuer nur mit dem Sommer los?

Keine Sommersonne, dafür kalter Landregen
ständig Riesenpfützen auf den Feldwegen
umrunden, überspringen - die Schuhe ganz nass

das empfinde ich eher nicht als krass

Königsschlösser-Marathon - international

die Nässe lähmt - das Laufen wird zur Qual

Alphorn-Trio: Promenaden-Klänge am See
friedliche Töne statt Samba-Rhythmus

schön zu hören, doch - ehe ich (andächtig) geh' -

hätt' ich gerne was, wobei ich mit muss

Königsschlösser-Marathon - international

der kalte Wind lähmt - der Lauf wird zur Qual

Km 30, meine Kräfte sind fast schon aus,
der triefende Wiesentrail holt das Letzte raus

um mich von Müdigkeit und Kälte zu befrei'n

lege ich eine finale Tempoerhöhung ein

Königsschlösser-Marathon - international

der Kampf mit dem Körper betäubt jede Qual

Waldwege-Kiesel durchdrücken die Sohlen
es ist nicht an der Zeit, sich zu erholen

Michael, Johan und jetzt Jim hole ich ein

Zuschauer-Beifall - bin als Läufer fast allein

"Seems you're pushin', come on John!"

den persönlichen Zuspruch genieße ich schon

ganz international, beim Königs'-Marathon

Bei km 41 bin ich so richtig breit
so langsam war fast noch nie meine Zeit

an dem Lech stürmen Jim und Michael vorbei

die letzte harte Steigung - wie ich mich 'freu'!

Schreie, Sambatrommeln, Medaille - Schluss

du empfängst mich mit einem sanften Kuss

Königsschlösser-Marathon - international:

ich wollte "Genuss", dies war meine Wahl


Km 32: Start des finalen Tempos

 

Mitternachts-Marathon

by John Stackmann (© John Stackmann), 15.05.04

Mitternacht !
auf fremde wuchtige Straßen
trommeln unsere Füße im Laufrhythmus
unterwegs in dieser milden Mainacht
quälen uns diese Steigung hinauf
irgendwo in Südosteuropa
bei Wind und Wetter

gedankenverloren
nach 92 km
doch erscheint mir alles so vertraut
sie berauschen mich wie vor 35 Jahren
quellen aus meinem glühenden Herz
die Mitternachts-Erinnerungen:

im Wind wellt CCR’s “bad moon rising“ zu uns
halte dich fest an mich gepresst
der Pferdeschwanz deiner glatt gekämmten Haare
kitzelt mich an der Nase während
wir in diese Nacht hineinhorchen
und von unserer Zukunft träumen

 

Obermain – kann Marathon denn schöner sein?,

by John Stackmann (© John Stackmann), 12.04.11

Der war schon lange erste Wahl

Läufer ziehen durch das Tal

im Gottesgarten am Obermain

rund um den Ort Bad Staffelstein

Sonne, Blütenmeer, Frühlingsnatur

Genuß allein und Freude pur

Der lange Lauf am Obermain –

kann Marathon noch schöner sein?

 

Bevor es geht ins weite Tal

drei Höhen meistern wird zur Qual:

zum Roten Marterl, Kloster Banz

den Main gequert an einem Wehr

dann wird die „Wallfahrt“ richtig schwer

denn jetzt beginnt der hohe Tanz

Der lange Lauf am Obermain –

kann Marathon noch schöner sein?

 

Die Steigung bremst die Eiligen,

vorbei an Vierzehnheiligen

den Höhenzug mühsam erklommen

am Staffelberg bald angekommen;

hoch aufs Plateau, um sich zu laben

und dann wieder zurück zu traben

Der lange Lauf am Obermain –

kann Marathon noch schöner sein?

 

Kurz nach der Hälfte und der Qual

biegt man ab(wärts) ins Gossental

letzter Anstieg: km 33

Riedsee, Kurpark – da zieht es schon

das Ziel im schönen Stadion

auch Zieleinlauf im “runners high“

Das war der Lauf am Obermain –

kann Marathon noch schöner sein?

 

42.195 m nach Adam Riese

muss kein Stadtmarathon sein!

Begleitet von meinen Engelein

laufe ich lieber in Staffelstein

über eine blühende Frühlingswiese

durch die Natur am Obermain

Kann denn Marathon noch schöner sein

dafür lös´ich den Gutschein ein

 

Nachtspaziergang

by John Stackmann (© John Stackmann), 05.11.2006

raus aus dem Sessel !
die Trägheit des Abends
abgestreift und zurückgelassen
draußen ist kein Mensch
um diese Uhrzeit

erst müde und langsamen Schrittes
auf vertrautem weichen Weg
bald unbeschwert und geräuschlos
empfängt mich mein Wald
voller Vorfreude in leichtem Trab
wir sind wieder eins

schwarze warme Nacht
nur die Sterne funkeln
durch die Spalte des grünen Tunnels
der mich schützend einrahmt
der Mond begleitet mich nicht
aber in Gedanken
bist Du bei mir

wie tausend Glühwürmchen
tanzend auf und ab
als könnten sie singen
wie der rauschende Chor
der Jäger aus dem „Freischütz“
uns begleiten und erfreuen

mit Deinem Lächeln
schwebt ein Engel zum Himmel
gibt der Wald mich frei
wieder alleine
und gleich zuhause

 

die Trägheit des Abends abgestreift
zieht es mich raus an die Odde
um alleine zu sein
mit der Natur und meinen Gedanken

geräuschlos auf weichem nassen Sand
begleitet vom Lachen einer Möwe
und von dem Rauschen der Wellen
deren salzigen Hauch ich tief einatme

du warme Nacht empfängst mich
freundlich, mit deinem Himmelbett
blank geputzter, funkelnder Sterne
rahmst mich schützend ein

quer über den fernen Horizont
nur für diesen kurzen Augenblick
streift ein Komet mit seinem Schweif
majestätisch und erhaben wie der Engel,
der mir in meinen Träumen zulächelt
der mich so liebevoll in Deinen Arm nehmen würde
und der nur für mich da war –
der aber nicht mehr bei mir ist
und den ich immer noch so vermisse

so innig verknüpft
sind Herz und Schmerz
sind Traum und Wirklichkeit,
die mich wieder einholt
und aufweckt beim Rückweg zum Ütjkiek
als mir auf dem Fahrrad
kleine Fliegen in die Augen klatschen
und brennen bis ich sie zuhause auswasche

 

Marathon in Menschenmassen

(eine Ernüchterung in sechs Strophen)

 by John Stackmann (© John Stackmann), 26.10.2010

Marathon in Menschenmassen

nach zu engem Start in Trassen

gilt es erstmal Tritt zu fassen

und den Anschluss nicht verpassen

zu viel Zeit schon liegen lassen?

muss mein Tempo ich anpassen,

um mein Ziel nicht zu verpassen?

bleibe besser jetzt gelassen!

Marathon in Menschenmassen

den Verpflegungsstand abpassen,

um den Becher gut zu fassen

hab' ihn wohl zu fest umfassen,

was ihn hat entzwei geh'n lassen

und ihn dann gleich fallen lassen

auf den großen rutschig-nassen

Plastikteppich - muss aufpassen!

Marathon in Menschenmassen

muss die Gruppe ziehen lassen!

fühle mich allein gelassen

nein: so richtig stehen lassen

denn mich hat die Kraft verlassen

bin dem Schicksal überlassen

wie nur soll jetzt Mut ich fassen?

jetzt gilt es neu anzufassen!

Marathon in Menschenmassen

nicht mehr überholen lassen!

denn nach ein paar engen Gassen

wird das Ziel sich blicken lassen

kann den Spurt nicht unterlassen

bei den vielen Menschenmassen:

wollt' ins Ziel mich tragen lassen,

um zu feiern - ausgelassen

Marathon in Menschenmassen

Firmen-Org wird rangelassen,

Medienrummel mit den Massen

spült das Geld in ihre Kassen!

doch danach ich mich befassen

muss, was übrig MIR gelassen

Schleim im Hals - ist nicht zu fassen:

ein Infekt will mich erfassen

schöner ist sicher - möglichst naturbelassen -
ein Marathon ohne diese Menschenmassen!

sollte ich Marathon besser ganz bleibenlassen
und nur noch laufend Gedichte verfassen?

NEIN, ich weiss, ICH KANN ES NICHT LASSEN!

 

Mein wertvolles Knie

by John Stackmann (© John Stackmann), 07.09.2005

 

 

Die Form ist zwar im Keller

doch bald laufe ich schneller

bei jedem Schritt und Lauf

pass’ auf mein Knie ich auf

noch treibt “ich will“ zur Qual

doch (Selbst-)Mitleid wäre fatal

die Verletzung überwinden

den Spaß bald wieder zu finden

die Kraft zu spüren, global

 

"raus, raus“ 

   

Auszug aus der Erzählung „ich bin schon immer gelaufen - soweit ich denken kann.“    von John Stackmann (© John Stackmann)

 

Raus aus den engen Hinterzimmern

Sechs bis 10 Jungen und ein paar wenige Mädchen tobten sich aus am Wiesbadener Weilplätzchen, um rauszukommen aus den viel zu engen Altbauzimmern (Mama und ich wohnten zur Untermiete in einem Zimmer mit Kochnische), wo nichts los war, wo einem die Luft ausging, wo man nichts galt. Auch die Musik aus der goldenen Philetta auf dem Schrank reichte mir nicht und der scharfe Geruch des frisch gewichsten und gebohnerten Fußbodens erstickte mich fast. Einmal lief ich vor dem besoffenen Vater von Jürgen davon. Beflügelt von der Angst rannte ich ins Treppenhaus und die rutschigen, durchgetretenen Holzstufen hoch. Er hatte mich gerade so nicht mehr erwischt, aber ich hatte gehörig Schiss - auch noch in vielen Träumen danach.

 

Die Treppe runter und raus. Am besten sein - auch beim Kicken - schnell sein, leicht auf den Füßen stehen und den Kopf oben, um alles zu überblicken und überall als erster anzukommen.

 

Raus, raus auch aus der Enge des Weilplätzchens zum Bolzplatz an der Felsengruppe im Nerotal, vorbei an dem Kriegerdenkmal, durch den Park, vorbei an der Nerobergbahn und den Tennisplätzen, fast alles im leichten Laufschritt, zuerst in normalen Schuhen, später in Fußballschuhen. Die Zeit war immer knapp, die Bewegung machte Spaß und ich fühlte mich dabei leicht und schnell. Ich war wendiger als die Großen, denen ich den Fußball selbstbewusst durch die Beine spielte auf meiner Fußball-Insel im Wald. 2 bis 3 Stunden im Rhythmus mit der Natur, danach musste ich schnell nach Hause, denn ich hatte mal wieder die Zeit „vergessen“; also mit den Fußballschuhen diesmal losgerannt und Tennisplätze, Nerobergbahn, Park und Kriegerdenkmal flogen nur so vorbei.

 

40 Jahre später...

 

Leistungssport Laufen

Vier Männer und eine Frau starten um 17 Uhr und toben sich aus im Wald, um rauszukommen aus den viel zu engen Büros und stickigen Arbeitszimmern, wo nichts los ist, wo einem die Luft ausgeht, wo man schon stundenlang hockte und keinen Spaß mehr hat. Das herrliche Herbstwetter des goldenen Oktobers lockt und der nächste Wettkampf  steht nächste Woche Sonntag bevor. Gerade noch hat mich der Nachbar mit einem lästernden Scherz verabschiedet, wobei sein Rundbauch wie eine Kugel hoch und runter hüpfte. Der hat’s gerade nötig!

 

Raus und schnell sein, sich leicht auf den Füßen bewegen, die Kraft spüren und den Kopf oben, um alles zu genießen und euch gleich zu treffen. Ich freu mich schon auf euch, auf dich, schöner Wald, deinen weichen Boden, die klare Luft, die Weite der Landschaft und die liebevolle Umarmung der Natur.

 

Raus, raus auch aus der Enge des Erlanger Stadtwalds Brucker Lache zum Sebalder Forst über die Südspange und vorbei an dem Schießplatz, alles im leichten Laufschritt bei anregenden Gesprächen. Die Zeit ist immer knapp, aber die Bewegung macht Spaß und ich fühle mich dabei leicht und schnell. Ich bin zwar älter als die anderen, denen ich bei den 2-Minuten-Intervallen aber immer noch problemlos folgen kann auf „meiner Insel“ im Wald. 2 Stunden im Rhythmus mit der Natur, danach muss ich schnell nach Hause, denn es ist mal wieder höchste Zeit: um halb acht kommt unsere Jüngste zum Abendbrot; also mit den neuen Laufschuhen noch mal losgerannt und die breiten Panzerwaldstraßen, der Schießplatz  und die Südspange fliegen nur so vorbei.

 

Ein Gedicht über das Laufen im Winter, mit all seinen Tücken 

by John Stackmann (© John Stackmann), 27.12.2010

Wintertanz

schon wieder ist es soweit
der Winter trägt sein Weihnachtskleid
und kniehohe weiße Schuh
bringt Kälte und lässt keine Ruh
Schneeregen eisig ist im Nu
piekst in die Augen noch dazu
obwohl die Wege kaum zu sehn,
würde so gerne laufen gehn

wenig Frost macht gleich bereit,
raus zu kommen, durch zu starten
schnell in die Schuh – es ist Zeit –
wer will da noch länger warten
glatt glänzt der Boden und der Schnee
im Walzertakt rutschen – oh weh
wir beim Tempo und im Kreise
dreht jeder sich auf seine Weise

der Winter hat ein kaltes Herz
ich halte inne, spür’ den Schmerz
die weißen Flocken wirbeln leise
so leicht dreht sie der Wind im Kreise
gleich weiter – nur nicht verweilen
dann wird’s Gelenk auch schneller heilen
auf Asphalt humple ich nach Haus
diesmal geht mir der Laufspaß aus

 

 

run with fun

at Schwabach city run
have a lot of fun
hover cross cobbled street
westwards keep the speed

on forest trail and road
ups and downs heavy load

but it's a pretty track
decreases going back
so stay in the slipstream
fleet-footed up the ramp
and finish without cramp
to fulfill your winners dream

fun’s most important part
to perform really hard
stay on the line of fun
receive deserved award
and chill out in the sun
at Schwabach city run

 

 

Ein Gedicht über den Schwabacher Citylauf

by John Stackmann (© John Stackmann), 17.11.2010

Ein Gedicht zu Ehren eines Lauffreundes

by John Stackmann (© John Stackmann) , Erlangen, 20.11.1986

Rasender Rudi

Er ist zwar nur ein kleiner Mann

doch laufend er viel leisten kann

taktisch klug, von Ehrgeiz getrieben

ist er nur schwer zu besiegen

 

Kommt er von hinten angerannt

stampfend wie ein Elefant

kann man auf ‚Nummer Sicher’ gehen

ihn bald von hinten nur zu sehn

 

Bei jedem Training geht - oh Graus

trotz Rennerei die Luft nicht aus

von Aktienkurs bis Fernseh-Maus

was ihn bewegt, das drängt heraus

 

Mehrmals erzählt und überall

er redet wie ein Wasserfall

manchmal fehlt unserm Läuferfloh

dabei das passende Niveau

wir laufen dann viel schneller zu

und haben endlich etwas Ruh’

 

Manche wollen ihn nicht versteh’n

weil sie nur diese Seite sehn

vermeiden sie die Selbstkritik

und neiden ihm das Laufgeschick

 

Ein neuer Lebensabschnitt naht

nun lieber Rudi, sei auf Draht

beim Laufen nicht den Feuereifer

wirkst Du als Mensch jetzt merklich reifer

nach all den vielen Schicksalsschlägen

zu wünschen bleibt Dir Glück und Segen

 

Ein Gedicht zu Ehren der Fourrunners-Homepage

by John Stackmann (© John Stackmann) , Erlangen, 20.01.11

golden fourrunner

always on tour
just running pure
he runs indeed
with cyber speed
and shows a skin
of shiny gold
so you are told
just let it run
and have much fun
to browse their site
fourrunners pride:

you always can
it’s spic and span
with films and pict’s
without relics
it’s not suspicious
but it’s delicious
so you just log
feel free to blog

when this is done
don’t forget to run!
lay aside the map
out of your hands
take, outside, your step
and meet your friends
never get old
never be poor
just run for gold
always on tour

 

Zum Gedicht "Marathon und Begeisterung"  (© John Stackmann)

Der Marathonlauf

  • erfordert Fleiß beim Training
  • in der Endphase kann man, wenn der Lauf bestens gelingt, das "runners High" erleben (auf deutsch: Glücksgefühle)

Danach:

  • Später mit Freude in Erinnerung schwelgen

Und wie bei jedem Sport, zu jeder Phase, ist es wichtig, sich und andere zu begeistern.

 

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